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Mass Effect 3 – die Kontroverse

Mrz. 28th | Von 6 Kommentare

Es geht rund, die Geschichte der Computerspiele wird neu geschrieben – hier und jetzt. Der Kontrollverlust hat die Spieleszene erreicht, der Ausgang ist ungewiss. Tagesaktuell dazu Beobachtungen von mir, frisch auf Storify zusammengetragen:




6 Kommentare Kommentar abgeben

  1. Silencer

    Ich bin aus dem Ende emotional befriedigt rausgekommen und fand es ziemlich groß. Verabschiedung von allen Weggefährten, schwere Entscheidungen, und Shepard MUSSTE sich opfern, ging ja nicht anders.
    .
    Ich kann die Kritik aber nachvollziehen, insbesondere das Fehlen von Rückbezügen während der Schlacht und das Deus-Exige Ende mit den Wahlmöglichkeiten und dem relativ kurzen Filmchen danach hätte schöner gelöst werden können.

    Was ich nicht mehr nachvollziehen kann ist, wie sich manche da jetzt reinsteigern. Es wird kein „neues Ende“ geben. Da der Subplot mit der dunklen Materie schon in ME2 ausgesetzt wurde, müsste man ME3 eine ganz neue Erzählstrukur geben.

    Zum handwerklichen dieses Artikels: Das angeblich so gelungene Fanende ist nicht verlinkt. Und Origin ist der Kopierschutz. Die Firma heisst Bioware. Sieht man auch, wenn man das Spiel startet. So viel Akuratesse muss sein, bei aller Fanboyemotionen.


  2. rstockm

    Hi, das Fanende liegt auf DevianArt, und damit kommt Storify nicht gut klar – habe jetzt eine Varienate über deren HTML-Export gefunden und sauber verlinkt. M.E: wirklich lesenswert.
    BioWare ist überall korrigiert, danke.

    Welches Ende hast Du eigentlich gespielt? Diese finale Entscheidung ist auch spielerisch ziemlich broken. Im ersten Anlauf ist das Spiel gescheitert, weil ich zu lange rumgelaufen bin – man kriecht ja ohnehin sehr langsam, und ich wollte mir doch zumindest alle drei Apparaturen erst mal genau anschauen, was da so geht und ob noch neue Optionen kommen. Und dann: schwupps, Neustart. Hm.

    Bei Frau Wortkomplex lief es ähnlich: sie hat vermutlich mit Rot nicht das Ende gewählt was sie eigentlich wollte – nur weil nicht wirklich klar ist, was nun welcher Weg ist und vor allem: was genau die Konsequenzen sind. Da ist die *shrug* Polemik in einem der verlinkten Videos sehr hübsch.

    Ich bin bin ferner im Gegensatz zu Dir sehr sicher, dass es ein Update mit verändertem Ende geben wird. Ich bin mir relativ sicher, dass die Autoren mit dem derzeitigen Fan-Shitstorm nicht werden leben können und wollen. Bei Fallout 3 sind die Entwickler ach über ihren Schatten gesprungen und haben eins der dämlichsten Enden der Spielegeschichte repariert – genau so einen DLC wird es nun auch geben. Dunkle Materie braucht es dafür nicht.

    Und ja, die Verabschiedung ist toll, eine emotional so wirklich selten zu findende Spielsituation.


  3. Silencer

    Ich habe alle Paragon-Enden gesehen, meine erste Wahl war aber Fusion.

    Neues Ende won´t happen, bin ich mir sehr sicher. Allenfalls noch ein bißchen Fleisch auf´s Gerippe, a la „Was geschah einen Tag vor dem Finale“ oder sowas.


  4. rstockm

    Na, wir werden sehen. Bzgl. Fusion: da habe ich ja auch so eine These – nämlich dass diejenigen Spieler, die das Spiel spoilerfrei angegangen sind und dann Fusion wählen noch die sind, die am glücklichsten sind.

    Erklärung: das sind natürlich alles hoffnungslose Romantiker wie wir, denen der Zustand der Galaxie im Zweifel eher egal ist (Massenportale – so what) solange nur die LIEBE überlebt. Und das wird mit Joker und EDI natürlich in Adam&Eve Manier schon sehr brauchbar bedient und überstrahlt viele anderen Einschränkungen.

    Wenn man dieses Ende aber nicht wählt: tja dann sieht die Lage anders aus, denn werd dann aus der Normandy steigt (in der Regel wohl die letzte Crew + Joker) ist dann ja eher nicht so interessant.

    Na die Wette gilt: sie lassen das Grundsetting bestehen, werden aber Einiges an den Rahmenbedingungen schrauben (Shepard kann nachfragen) und im besten Fall einen vierten Weg eröffnen. Ich glaube nicht, dass sie den Indoktrinierungspfad wählen, auch wenn das die vermutlich interessanteste Variante wäre.


  5. HolyMoses81

    Ich steh grad 2 Missionen vor Beendigung meines Insanity-Runs und hatte eigentlich bis gestern gehofft (gestern hab ich das hier zu lesen begonnen), dass ich in Playthrough 1 nur ’n „mieses Ende“ gewählt habe und dass meine Wahl in Playthrough 2 das ganze wieder ausgleichen würde.
    Dass aber gute 150 Spielstunden und die darin getroffenen Spielentscheidungen (Opfere ich Ashley oder Kaidan? Stirbt Wrex? Wer überlebt die Suicide-Mission? Heile ich die Genophage oder kompromitiere ich sie sogar? ja, sogar: Gebe ich Conrad Werner ein Autogramm oder verscheuche ihn?) am Ende ignoriert und man vor ein 3-knöpfiges Schaltpult gestellt wird mit der Etikettierung „Choose your color“ find ich jetz schon ’n starkes Stück!

    Ich habe vorm ME3-Release mein ME2 hergeborgt (ein Bekannter wollt’s auf english spielen). Also dacht ich mir „Gut, zum einstimmen ein ME1!“
    Der direkte Kontrast und Wechsel zu ME3 war dann eigentlich schockierend, denn ich könnte schwören, dass Mass Effect mal ein Rollenspiel war. Für meinen Geschmack wurde bereits in ME2 „sehr viel RPG entfernt“ und war bereits fast mehr 3rd-P-Shooter als RPG.
    Dass man es geschafft hat ME3 nochmals zu verstümmeln hielt ich vorm Release eigentlich für unmöglich.
    Aber nach den ersten 10 Spielminuten und dem fesselnden Intro mustte ich mich bereits damit abfinden, dass der ME3-Spieler vor der selben Herausforderung stehen würde, wie Wasser, dass durch nen Schlauch gedrückt wird. Runtergebrochen besteht ME3 aus 13 Level + 14 optionale Zusatzlevels. Alle anderen Nebenquests sind eigentlich eher nervige Point&Click-Aufgaben.
    Auch das Option-Wheel wurde drastisch von 6 auf 2-maximal3 Optionen gekürzt, nämlich schlicht GuterSheppard/Böser Sheppard/SheppardWeißNichtUndBrauchtMehrInfosUmZuWissenObGutOderBöse.
    ME2 is stark an der Grenze, aber ME3 is in meinen Augen definitiv kein RPG mehr sondern ein Gears Of War mit Kräften (was der angeheftete Online-Horde Mode unterstreicht).

    Daher – weil durch den Wechsel von ME1 zu ME3 kulturgeschockt – war für mich die bestmögliche Wahl, den Abschluss dieser Trilogie genießbar zu machen, mich einfach an die seit je her gute Story zu heften.

    Tja, das Ergebnis… siehe oben!

    Ich möchte mich jedenfalls für diesen hübsch zusammengesammelten und ziemlich interessanten Bericht bedanken!


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