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Versteckte Übergröße

Feb. 24th | Von 1 Kommentar

Als großer Fan von QR-Codes (Wikipedia: QR-Codes) freue ich mich nicht nur über die wunderbaren Wohnungsaufkleber (dank @Silencer in meinem Besitz befindlich) sondern vor allem über den „Siegeszug“, den sie derzeit erfahren. Auch wenn ich mich manchmal frage, ob es für bestimmte Dinge nicht auch ohne gegangen wäre… Nein, auf die Aufkleber werde ich keinesfalls verzichten! Aber neulich stand ich dann doch Mal vor einem Monstrum, bei dem ich nicht wirklich wusste, wie mir geschieht.

Aber von Anfang an….

QR-Codes können ungemein nützlich sein. Ganz egal wie man nun „nützlich“ definieren möchte – das kann ja schon bei einem guten Lacher (siehe Wohnungsaufkleber) oder vielleicht dem Irritationenhervorrufen (und wieder: Wohnungsaufkleber) beginnen. Aber sie können eben auch richtig gut für Marketing oder Informationsweitergabe funktionieren. Die urtypisch schwarz-weißen Pixelgebilde mit hoher Redundanz bzw. Fehlertoleranz schreien geradezu nach kreativem Umgang: Sei es beim codierten Inhalt (Was), dem Zweck (Wofür) und dem Ort (Wo) oder auch der Gestaltung (Wie). Gerade für interessante, Neugier weckende oder auch einfach abgefahrene Designs gibt es zahlreiche Beispiele (Designer QR Code Gallery, QR-Arts, QR-Divas, 15 Creative QR-Codes bei Mashable) und praktische (Bezahl-)Services für all jene, die nicht mit Grafikprogrammen hantieren wollen oder können. An dieser Stelle sei auch Eigenwerbung erlaubt: Für data-quest (Disclaimer: Arbeitgeber) wollte ich gerne QR-Codes auf den Visitenkarten haben, die zu den jeweiligen Kontaktdaten führen. „Schon tausend Mal gesehen, tausend Mal langweilig gefunden“ – klar. So sollte es ja auch nicht sein. In Kombination mit dem Claim „Codemanufaktur seit 2001“, dem wunderbaren Grafiker unseres Vertrauens und alten Stichen zu Handwerksberufen, die wir in modernisiert-verfremdeten Varianten im Einsatz haben, ist etwas wirklich hübsches entstanden – wenn auch in diesem Fall nur mit s/w-Code. Finde ich zumindest. Darum gibt’s auch meine Rückseite 🙂

Für uns funktioniert das: Die Visitenkarte passt zum (IT-)Unternehmen, fügt sich wunderbar in die neu entstehende bzw. zu großen Teilen schon entstandene CI ein und fängt unseren Claim wieder ein. Mit der QR-Stich-Rückseite überreicht, gibt es wunderbare Gesprächseinstiege.

Wir sind aber natürlich mitnichten die ersten. QR-Codes sind mittlerweile wirklich im Mainstream angekommen – hat hierzulande ja auch lange genug gedauert. Dabei kommen auch immer wieder Beispiele heraus, die entweder unter #fail fallen oder deren Sinn sich mir nicht erschließt. Letzteres ist z.B.der Fall, wenn ich auf Verpackungen in Supermärkten über wenige Millimeter große, nicht einscannbare Codes stolpere. Vielleicht steckt dahinter ja aber wirklich mehr: Lagerhaltung, Logistik, geheime Botschaften, etc. Das andere sind überdimensionierte (und dafür recht uninspirierte) Extreme. So gesehen rumhängend an einer lokalen Event-Location.

Leider ein Beispiel, bei dem es wohl um „Müssen wir mal gemacht haben, ist gerade hip“ ging, nicht aber um einen wirklich durchdachten Einsatz. Dazu ein paar Punkte:

– Das Banner ist an einer Steller angebracht, die relativ schlecht einzusehen ist. Von der nahen Straße und dem Bahnhofsgelände aus versperrt ein größeres Gebäude die Sicht.
– Bis ich einen Abstand/Winkel gefunden hatte, in dem ich den Code überhaupt einscannen konnte, sind mir fast die Finger abgefroren zugegebenermaßen habe ich das aber auch bei schlechtesten Wetterbedingungen ausprobiert.
– Ziel des Codes ist eine Website mit dem Programm der Location – an der ich aber ohnehin schon sein muss, wenn ich den QR-Code zu Gesicht bekomme. Und dort hängt und liegt der Veranstaltungsplan dann auch schon wieder aus.

Aber hey: Einmal abfotografiert, ist es gar nicht mehr so schwierig. In die (verkleinerte) Wikigeeks-Runde gereicht, wurden sofort die iPhones gezückt und auf das iPhone-mit-Foto gerichtet. Die Größe hat also doch ihr Gutes, der QR-Code lässt sich so prima weiter verwenden. Vielleicht ist auch das die Idee hinter dem riesen Banner gewesen? Wer weiß… wenn es so auf Pressefotos auftaucht, ist der Code im Zweifelsfall auch nach Jahren noch aktuell.


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